AUSSTELLUNGEN

Unter meiner Haut | Frauenmuseum | Bonn – 18.02.2018 bis 16.09.2018

Sind Freunde die neue Familie?

In ihrem Werk Unter meiner Haut (Under My Skin) stellt Bildhauerin Caroline Kampfraath eine Verbindung zwischen Kulturphänomenen her, Freundschaften unter Frauen und ihren gesellschaftlichen Positionen. Die zugrunde liegende Idee ist, dass Freundschaftsbande Familienbande ersetzen.

Unter meiner Haut – offizielles Video

Sandiger Weg mit Schritte

Fußabdrücke einer Freundschaft

Neue, kraftvollere Position der Frau in der Gesellschaft

Die Freundschaft zwischen Frauen befreit sich von einer traditionell eingeengten Position. Familienverbindungen, Religion und männliches Sexualverhalten machten die Frau unterwürfig und unsichtbar. Während Männer bereits jahrhundertelang Begegnungen außer Haus hatten, können Frauen sich nun durch die Benutzung von Social Media aneinander spiegeln. Frauen finden einander nun auf Basis geteilter Interessen und nicht wegen ihres familiären oder ehelichen Kontextes. Durch Kontakt miteinander und Freundschaften können Frau eine stärkere eigene Identität formen. Die Frauenfreundschaften und in weiterer Folge Frauennetzwerke legen die Basis für eine neue, kraftvollere Position der Frau in der Gesellschaft.

Unter meiner Haut - Caroline Kampfraath

Unter meiner Haut – Pergament, Sand – 4 x 7 x 3 m

Unter meiner Haut - Detail - Caroline Kampfraath

Gedicht von Anaïs Nin (Detail)

Fußabdrücke der Freundschaft

Für Unter meiner Haut verwendete Caroline Pergament, eine der ältesten Grundlagen für Kommunikation. Pergament trägt unsere DNA, welche unsere Identität maßgeblich mitbestimmt. So manche Menschenhaut trägt heute Tätowierungen als eine Art, Identität auszudrücken. Carolines Tätowierungen verweisen auf gesellschaftliche Phänomene, die Freundschaften zwischen Frauen fördern oder bedrohen. Der Sand unter den Kleidern repräsentiert die Zeit, in der die Freundschaften ihre Fußabdrücke hinterlassen. Das Gedicht von Anaïs Nin auf der Rückseite der Kleider symbolisiert die Kraft, Spiritualität und Poesie, die mit Freundschaft verbunden ist. Die Schönheit des Unausgesprochenen.

Bei der Ausstellung “Freundinnen” im Frauenmuseum Bonn eröffnen Freundinnen Emma Evelein und Jori Meijer das Werk Unter meiner Haut

Under My Skin detail - Caroline Kampfraath sculptor

Der älteste Beruf in 125 Sprachen

The Trees Weep upon Us, We’ll be Fossils by Then | Biennale | Venice 2017

The Trees Weep upon Us, We’ll be Fossils by Then (Die Bäume weinen auf uns herab, wir werden dann Fossilien sein) wurde speziell für die Venedig Biennale geschaffen und im Palazzo Mora im Jahr 2017 während der Biennale-Ausstellung Personal Structures präsentiert. Das Kunstwerk verweist auf Selbstzerstörung durch arrogante Missachtung unserer natürlichen Umwelt.

Bitte klicken Sie auf Biennale Venedig 2017 für mehr Fotos und Informationen zum Kunstwerk.

Caroline Kampfraath The Trees will weep upon us

Die Näherin | Amsterdam 2017

Die Näherin ist eine Auftragsarbeit des Amsterdamer Zentrums und markiert den radikalen Übergang einer Amsterdamer Innenstadtstraße.

Bitte klicken Sie auf Die Näherin für weitere Fotos und Hintergrundinformationen zur Arbeit.

The Seamstress at the brink of her unveiling

Contemporary Art Ruhr  |  Essen 2016

Caroline Kampfraath nahm an der Contemporary Art Ruhr für die Marziart International Art Gallery Hamburg teil.

Resin man - Caroline Kampfraath

Ausstellung “The Female Orgasm” (Der weibliche Orgasmus)  |  Miet Air  |  Beers 2016

Für “Female Orgasm” schuf Carline Kampfraath ein spezielles Werk, das bei Miet Air, Artists in Residence, Beers, Niederlande, gezeigt wurde.

Hysteria (Hysterie) bezieht sich auf die Weise, wie weiblicher Orgasmus in der Vergangenheit gesehen wurde. Äußerste Erregung war nur als äußerste Hingabe an das Göttliche akzeptiert, wie Bernini gezeigt hat. In späterer Zeit wurde er eine medizinische Erkrankung die Behandlung erforderte. Der weibliche Orgasmus musste behandelt, geleugnet und vermieden werden. Genau so wie der Klang der Glasharmonika, der von Mozart in seinen Werken verarbeitet wurde, verboten war, weil er Lust hervorrufe.

DIE MUSIK

Der Klang der Glasharmonika, selbständig oder als Begleitung. Nach einer populären Beginnphase im 18. Jahrhundert wurde das Instrument 200 Jahre lang verboten, weil man vermutete, dass es Lust hervorruft. Die vier Fragmente repräsentieren die vier Stereotypen in Bezug auf Frauen: geheimnisvoll, unschuldig, feinfühlig, gelassen und emotionell.

Geheimnisvoll: Glare (2012). Camille Norment (1970).

Unschuldig: Dance of the Sugar Plum Fairy (1892), Tchaikovsky (1840-1893). William Zeitler (1954).

Feinfühlig, gelassen: Adagio für Glasharmonica (1791), W.A. Mozart (1756-1791). Christa Schönfeldinger (1965).

Hysteria - Caroline Kampfraath

HYSTERIA | 173 x 60 x 110 cm | Ungebrannter Ton, synthetisches Harz, Untersuchungstisch

Niederländische Bildhauer-Gesellschaft |  The Hague 2015

Caroline zeigte Soldiers and Lovers, zu unseren Fragen über unseren Ursprung.

SOLDIERS AND LOVERS (Soldaten und Liebhaber) | 160 x 100 x 50 cm | Kunststein

Soldiers and Lovers - sculptor Caroline Kampfraath

Contemporary Art Ruhr  |  Essen 2014

Caroline Kampfraath nahm an der Contemporary Art Ruhr für die Marziart International Art Gallery Hamburg teil.

Für die 2014 CAR Ausstellung entwickelte Caroline Nature II mit einer neuen Technik mit Kunstharz.

NATURE II | 55 x 35 x 30 cm | Polyesther, Farbstoff

Nature II - Caroline Kampfraath

Galerie Artlantis  |  Frankfurt 2013

INESCAPABLE (unentrinnbar) | 700 x 350 x 155 cm | Porzellanstuck, Flachs

Inescapable - Caroline Kampfraath