Caroline wurde 2017 eingeladen an Personal Structures, einer offiziellen Biennale-Ausstellung, teilzunehmen. Sie exponierte The Trees Weep upon Us, We’ll be Fossils by Then (Die Bäume weinen auf uns herab, wir werden dann Fossilien sein), eine Arbeit in Anlehnung an die barocke Form eines Venezianischen Kronleuchters, speziell erdacht für diese Präsentation im Palazzo Mora. Die Skulptur bezieht sich auf unsere Selbstzerstörung durch die arrogante Vernachlässigung der natürlichen Umwelt. Caroline will darauf hinweisen, dass wir die Natur ständig ändern und beeinflussen. Unsere Auswirkungen auf das Ökosystem sind weit größer als wir erkennen: Das System wird sich gegen uns wenden und wir werden ihm erliegen. Es ist kein sanftes Bild, das Caroline skizziert, es zeigt Verwundbarkeit und Poetik.

The Trees, Venice 2017 - Caroline Kampfraath

The Trees Weep upon Us besteht aus Baumharz in Bezug auf Venezianisches Glas. Große Harzblöcke liegen auf dem Boden. Zwischen diesen befinden sich alte, in Harz gegossene Flaschen, die einer Stadt in ihrer Umgebung ähneln. Die Flaschen in der Stadt unter dem Kronleuchter symbolisieren, was nach dem Verschwinden der Menschen übrig bleibt. Die Harzblöcke stellen die gebaute Umwelt dar, repräsentieren aber gleichzeitig die Natur. In der Mitte des Kronleuchters hängt ein menschliches Fossil in Harz: ein Objekt mit menschlichen Eigenschaften. Darüber hängt eine Harzkopie des letzten Hundes aus Pompeji, der gefangen war und nicht entkommen konnte. Um diese Figuren herum hängen Harztränen, die von den Bäumen stammen, die stärker geworden sind als der vergebliche Mensch.

Tatsächlich, The Trees ist ein apokalyptisches Werk, das sich auf die Zerstörung der Menschheit bezieht. Aber verzweifeln Sie nicht: nach dem Verschwinden des Menschen werden neue Lebensformen entstehen. Der Kreis des Lebens kann nicht gebrochen werden.

Harz am Boden - Caroline Kampfraath